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Der Landkreis Görlitz stellt sich vor

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40 41 Boxberg/O.L.

40 41 Boxberg/O.L. (sorbisch: Hamor) Dürrhennersdorf Die Gemeinde Boxberg/O.L. mit ihren achtzehn Ortsteilen ist die größte kreisangehörige Gemeinde in Sachsen. Die zweisprachige Gemeinde inmitten der Lausitzer Heide ist umgeben von den Tagebauen Nochten im Norden, Reichwalde im Osten, dem Bärwalder See im Süden sowie dem UNESCO-Biosphärenreservat „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ im Westen. Jede einzelne Ortschaft hat ihr eigenes Flair mit vielen großen und kleinen Besonderheiten, Kulturgütern und Sehenswürdigkeiten. Sehenswert ist unter anderem die ohne einen einzigen Nagel errichtete Schrotholzkapelle in Sprey aus dem Jahre 1780 mit einem aus Holz geschnitzten Fünffiguren-Schrein oder das Schloss in Uhyst mit seiner barocken Parkanlage. Der aus einem stillgelegten Braunkohletagebau entstandene Bärwalder See, größter See Sachsens, hat sich zu einem Touristenmagneten entwickelt. Mit dem Hafen in Klitten und den Bootsanlegestellen in Boxberg/O.L. und Uhyst finden die Wassersportler ideale Bedingungen vor. Unter den Surfern ist der See ein absoluter Insidertipp. In Boxberg/O.L., Uhyst und Klitten sind wunderschöne Sandstrände entstanden. Ein rund 22 Kilometer langer, asphaltierter und kilometrierter Rundweg ist ein Eldorado für Skater und Radfahrer. Ein riesiges begehbares Ohr aus Sandmassen modelliert, mit einer Wegeführung über 1.000 Meter und einer wunderschönen Aussicht über den Bärwalder See, mit einem Amphitheater in der Ohrmuschel, ist ein weiterer Höhepunkt. Touristen werden im Tourismusinformationszentrum TIZ begrüßt, Gäste können auf den beiden Campingplätzen an der Boxberger und Klittener Seite übernachten. Im Ortsteil Nochten lädt der in Europa einzigartige Lausitzer Findlingspark alle Naturliebhaber ein. Rund 7.000 Findlinge - 600 bis 1.000 Millionen Jahre alt - sind auf einer Fläche von 20 Hektar mit verschiedenen Heidekräutern, Kakteen, vielen seltenen Pflanzen und Edelhölzern zu einer fantastischen Gartenlandschaft gestaltet worden. Das große Informations- und Besucherzentrum wird für Konferenzen und Veranstaltungen genutzt. www.boxberg-ol.de | www.baerwalder-see.eu Dürrhennersdorf erstreckt sich im Tal des Großschweidnitzer Wassers, etwa sechs Kilometer südlich von Löbau am Nordrand des Lausitzer Berglandes zwischen dem Kuhberg (433,6 Meter), dem Seidelberg (424,7 Meter), dem Hutberg (422,5 Meter) und dem Hölleberg (347,1 Meter). Die Bundesstraße 96 und die Grenze zur Tschechischen Republik verlaufen südlich des Gemeindegebietes. Nordöstlich des Dorfes beginnt der Höllgrund, ein enges Tal des Großschweidnitzer Wassers. Dürrhennersdorf wurde 1306, wie die meisten Dörfer in der Umgebung, unter das Obergericht Löbau gestellt, damals Heinrickesdorpp geschrieben, was auf einen Lokator Heinrich hinweist. Dieses Jahr gilt auch als erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Im Jahre 1631 im Dreißigjährigen Krieg wurde Dürrhennersdorf geplündert. Am Ende des Zweiten Weltkrieges, nach der Sprengung des Bahnviaduktes und der Kleinbahnbrücke, wurde Dürrhennersdorf zwangsweise zur vorläufigen Endstation für zahlreiche Vertriebene und Flüchtlinge aus dem Sudetenland und Schlesien. Prägend für das Ortsbild von Dürrhennersdorf ist der Baustil der Umgebindehäuser. Den größten Gebäudekomplex im Ort bildet das ehemalige Rittergut. Im Park zwischen Herrenhaus und Kirche wachsen stattliche Winterlinden, Rotbuchen, Stieleichen und Platanen. Die Entwicklung dieses Areals zum Ortszentrum ist Aufgabenschwerpunkt in der Gemeinde. Hier haben verschiedene Vereine und der Jugenclub sein Domizil. Freiluftveranstaltungen und Ausstellungen finden statt. Seit April 2015 ist dort außerdem das ehrenamtlich geführte Sächsische Rassekaninchenmuseum eingerichtet, in dem 600 historische Dokumente und Exponate zur Kaninchenzucht gezeigt werden.