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Der Landkreis Görlitz stellt sich vor

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48 49 Großschweidnitz

48 49 Großschweidnitz Hähnichen Groß- und Kleinschweidnitz wurden erstmals 1306 urkundlich als zwei getrennte Dörfer erwähnt. Das als Waldhufenort gegründete Großschweidnitz zieht sich in der Talaue des Großschweidnitzer Wassers vom Höllengrund bis zur Grenze Kleinschweidnitz hin. Über drei Jahrhunderte wurde das dörfliche Leben durch zwei Rittergüter geprägt. War Großschweidnitz zuerst ein reines Bauerndorf, so entwickelte sich ab dem 18. Jahrhundert das Mühlenhandwerk. So gab es im Ort 12 Wassermühlen und eine Windmühle. 1869/70 baute der Schotte Duncan hier die „Duncan`sche Leinenindustrie“ auf. 1898 bis 1904 wurde eine neue Heil- und Pflegeanstalt in Großschweidnitz gebaut, die noch heute als Sächsisches Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie der größte Arbeitgeber im Ort ist. 1937 schlossen sich Groß- und Kleinschweidnitz zur Gemeinde Großschweidnitz zusammen. Zum Ort gehören ein Kindergarten, eine Turnhalle und das „Heinz-Bahner-Stadion“. Eine Vielzahl von Vereinen zeugt vom vielfältigen kulturellen und Freizeitleben in Großschweidnitz. Nach 1993 entstand in Großschweidnitz ein großes Neubaugebiet mit 40 Häusern in der Ortsmitte, welches 1998 erweitert wurde. Bis heute entstanden dort nochmals 12 Häuser und es gibt noch ungefähr die gleiche Anzahl an freien Bauplätzen. Sagenumwoben und idyllisch liegt am südlichen Ortsrand ein tief eingeschnittenes Felsental, der „Höllengrund“, das von einem Eisenbahnviadukt geprägt wird und Anziehungspunkt für viele Spaziergänger ist. Um Großschweidnitz zieht sich ein grüner Gürtel und lädt zum Wandern auf dem Naturlehrpfad rund um Löbau und dem Wanderweg nach Lawalde und Schönbach ein. Hähnichen wurde erstmals 1346 (1390) erwähnt. Zur Gemeinde gehören seit 1994 die ehemals selbstständigen Orte Quolsdorf (Ersterwähnung 1389), Trebus (1371) und seit 1998 Spree (1390). Die Orte sind slawischen Ursprungs. Hähnichen wird heute durch Land-, Forst- und Teichwirtschaft geprägt. Großes Augenmerk wird auf die Entwicklung eines sanften Tourismus gelegt, da das Gebiet in einer erholsamen, waldreichen Teichlandschaft, teilweise im Naturschutzgebiet Niederspree, liegt. Pensionen und Ferienwohnungen wurden eingerichtet. Auf dem Töpferhof Meißner in Trebus werden Besucher nach alter Tradition vom singenden Töpfermeister mit einem zünftigen Spruch oder Lied und einem guten Schluck Heidelbeerwein aus der Region persönlich begrüßt. Sehenswert für Groß und Klein ist das Wildgehege der Firma Schwarz- Reisen in Hähnichen. www.grossschweidnitz.de www.rothenburg-ol.de/rothenburg/haehnichen.asp