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Der Landkreis Görlitz stellt sich vor

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72 73 Neusalza-Spremberg

72 73 Neusalza-Spremberg Niesky – Große Kreisstadt Eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet „Oberlausitzer Bergland“ liegt die Spreestadt Neusalza-Spremberg. Der Doppelort entstand 1920 aus der Muttergemeinde Spremberg (erstmals 1242 erwähnt) und dem Exulanten-Städtchen Neusalza (1670 gegründet). Seit Januar 2008 ist der Nachbarort Friedersdorf (erste Erwähnung 1272) ein Ortsteil Neusalza-Sprembergs. Während Neusalza eine geschlossene, kleinstädtische Bauweise zeigt, sind für Spremberg und Friedersdorf noch die typischen Waldhufendörfer als Anlage zu erkennen. Typisch sind die ein- und zweistöckigen Umgebindehäuser. Eine besondere Stellung nimmt dabei das Baudenkmal und Museum „Reiterhaus“ ein. Das um 1670 errichtete Gebäude zählt zu den Kostbarkeiten des ländlichen Wohnbaus der Oberlausitz. Seit 1874 ziert die namensgebende Reiterfigur den Giebel des Hauses. Ein Ausstellungsbereich im Museum widmet sich der Umgebindebauweise, ein weiterer verschiedenen Sonderausstellungen. Das denkmalgeschützte Stadtzentrum mit Ober- und Niedermarkt (dem ursprünglichen Kern des alten Städtchens) ist ein beliebter Platz für Märkte und große Feste. Etwas abseits der Stadt lockt das Wald- und Erlebnisbad. Der überregionale „Spree-Radweg“ und der „Oberlausitzer Bergweg“ führen durch die Ortsflur. Die zum Lausitzer Granodiorit-Massiv gehörenden Berge erheben sich zwischen 373 und 422 Metern, darunter die sagenumwobenen Schmiedesteine - eine Steingruppe mit Naturbühne. Der 393 Meter hohe Hänscheberg mit Skiwiese und -lift sowie der Spreepark und der Friedersdorfer Park mit romantischen Wegen und idyllischen Ruheplätzen im Durchbruchstal der jungen Spree, laden zu Spaziergängen ein. Dies wird ergänzt durch Spielplatz, Wanderparkplatz am Friedersdorfer Schloss, Tiergehege und ruhige Teiche. Auch ideal liegende Einkaufsmöglichkeiten, Gaststätten, Pensionen, Ferienhäuser und Privatquartiere sind vorhanden. www.neusalza-spremberg.de Niesky wurde 1742 als Siedlung der Herrnhuter Brüdergemeine gegründet. Den Stadtkern bildet der denkmalgeschützte Zinzendorfplatz, der vom Architekten Siegmund August von Gersdorf planmäßig angelegt wurde. Er prägte den typischen barocken Stil für die Gemeinschaftsbauten der Herrnhuter, von denen das Alte Pädagogium, heute Stadtbibliothek, und das Brüderhaus erhalten geblieben sind. Sehenswert sind auch die Kirche der Evangelischen Brüdergemeine und die Knabenanstalt, heute Gymnasium, mit einer der ältesten Schulturnhallen Deutschlands. Im ältesten Haus Nieskys, einem böhmischen Umgebindehaus, befinden sich Stadtmuseum und Touristinformation. Hier beginnt auch die Entdeckungsroute entlang des Nieskyer Holzhauspfades. Sie führt zu den Werksiedlungen der Firma Christoph & Unmack mit ihren fast 100 Musterhäusern. Die Nieskyer Firma galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als größtes Holzbauunternehmen Europas und lieferte ihre vorgefertigten Holzbauten in die ganze Welt.