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Der Landkreis stellt sich vor

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Broschüre 2009

Berthelsdorf

Berthelsdorf Verwaltungszugehörigkeit: Verwaltungsgemeinschaft Herrnhut Bürgermeisterin: Janet Jähne Adresse: Gemeindeverwaltung, Schulstraße 12, 02747 Berthelsdorf Telefon: +49 (0)35873 2255 Fax: +49 (0)35873 2095 E-Mail: gemeindeverwaltung@berthelsdorf.de Internet: www.berthelsdorf.de Sprechzeiten: Di. 7 - 11.30 u. 13.30 - 18 Uhr Fr. 9 - 11.30 Uhr Einwohner: 1.702 (31.12.2008) Ortsteile: Berthelsdorf, Rennersdorf/O.L. Tourismus: Zinzendorfschloss, Umgebindehäuser, Schwen(c)kfeldersiedlung, Spiel- und Festplätze, Sportplätze in Berthelsdorf und Rennersdorf Kulturelles: Kretscham Berthelsdorf, Evangelische Kirche Berthelsdorf, Evangelische Kirche Rennersdorf, Veranstaltungshaus “Pließnitzschänke” in Rennersdorf, Büchereien in Rennersdorf und Berthelsdorf Historisch wertvoll und liebevoll gepflegt prägen die im 14./15. Jahrhundert gebauten Umgebindehäuser den Ort Berthelsdorf und verhelfen damit der Landschaft zur Unverwechselbarkeit. In den Häusern war der Webstuhl das größte Inventarstück. Aber von der Weberei alleine konnten die Menschen nicht leben und so gehört zu fast jedem Umgebindehaus neben der großen Blockstube auch der Stall für das Kleinvieh. Das Obergeschoss mit den Kammern wurde über das eigentliche Haus gebaut und von Holzständern getragen. Die zweite Haushälfte wurde massiv gebaut. Im Ortszentrum befindet sich das Zinzendorfschloss, das ehemalige Herrschaftshaus des Grafen Zinzendorf, das als nationales Denkmal vom Bund anerkannt ist. Neben Kirche, Brauerei, Unitätshäusern und dem “Haus-Friedenshoffnung” gehört es zu den dominierenden Gebäuden. Architektonisch gilt es als Gründerbau des Herrnhuter Barocks und zeichnet sich durch Klarheit und Schlichtheit aus. Historisch interessant ist die Schwen(c)kfeldersiedlung, deren Ursprung in das 16. Jahrhundert zurückgeht. Von den Schriften und Predigten Luthers gepackt, wurde Kaspar Schwen(c)kfeld von Ossig, Sohn eines schlesischen Edelmannes, zur Seele der Reformation in Schlesien. In manchen Glaubensfragen distanzierte er sich allerdings von Luther. Deshalb wurden er und seine Anhänger auch der Ketzerei bezichtigt und verfolgt. 1719 wurden sie vom Kaiser gezwungen, Schlesien zu verlassen. Graf Zinzendorf gewährte ihnen Zuflucht und gab ihnen im Oberdorf die Möglichkeit zum Bau einer Siedlung. Das Schwen(c)kfelderdoppelhaus, war das sogenannte Gemeindehaus der Schwen(c)kfelder. Das denkmalgeschützte Gebäude wird heute vom Verein Schwen(c)kfeldhaus betreut. Es gibt Pläne, hier ein Museum einzurichten. 42

Verwaltungszugehörigkeit: Verw.-gemeinschaft Olbersdorf Bertsdorf-Hörnitz Die Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz liegt vor den Toren der Stadt Zittau am Rande des Zittauer Gebirges. Seit Jahrhunderten ist hier die Textilindustrie ansässig. Besonders die Hausweberei prägte die Ortsbilder der Dörfer. So weist auch Bertsdorf-Hörnitz eine hohe Besiedelungsdichte sowie einen beachtlichen Bestand an traditioneller Bebauung, vor allem an Umgebindehäusern auf. Bertsdorf und Hörnitz haben unterschiedliche Entstehungs- und Entwicklungsgeschichten. Bertsdorf ist ein typisches Waldhufendorf, angelegt im 13. Jahrhundert. Seine über 3,5 Kilometer langgestreckte bandartige Dorfstruktur ist geprägt durch bäuerliche Drei- und Vierseithöfe sowie die relative Dichte in Umgebinde-Bauweise errichteter Gebäude der Dorfaue ohne industriellen Ansiedlungen. Hier wurde der Charakter des Südlausitzer Bauern- und Weberdorfes am besten bewahrt. In Bertsdorf ist zudem eine landwirtschaftlich geprägte Mischnutzung erhalten geblieben bzw. hat sich neu herausgebildet, wobei die Wohnnutzung heute den Vorrang hat. Hörnitz ist eine slawische Gründung. Der große Bauernhof - wie er in Bertsdorf dominant das Ortsbild prägt - ist kaum vorhanden. Interessante bauliche Ensemble sind das Althörnitzer Schloss, ein Renaissancebau von 1654, jetzt Schlosshotel, sowie das jetzt leer stehende „Neuhörnitzer Schlösschen". Das Schlosshotel, eingebettet in dem von einem Pücklerschüler angelegten Park mit Schlossteich, ist Ausgangspunkt für Exkursionen zu den großen landwirtschaftlichen und baulichen Sehens-, Erlebens- und Liebenswürdigkeiten dreier abendländischer Kulturnationen der Region. Die unmittelbare Stadtnähe zu Zittau brachte es mit sich, das in Hörnitz relativ zeitig auch reine Wohnsiedlungen entstanden. Noch heute hat der Ort Bedeutung als stadtnaher Wohnstandort. Am 1. März 1994 erfolgte der Zusammenschluss beider Orte zur Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz. Die Gemeinde erhielt in den letzten Jahren mehrere Auszeichnungen: 2003 Schönstes Dorf Sachsens, Goldplakette im Bundeswettbewerb, 2004 Europäischer Dorferneuerungspreis, 2005 Goldmedaille im Europäischen Wettbewerb. Bürgermeister: Volker Müller Adresse: Gemeindeverwaltung, Olberdorfer Straße 3, 02763 Bertsdorf-Hörnitz Telefon: +49 (0)3583 57330 Fax: +49 (0)3583 573322 E-Mail: gv-bertsdorf-hoernitz@ olbersdorf.de info@bertsdorf-hoernitz.de Internet: www.bertsdorf-hoernitz.de Sprechzeiten: Di. 9 – 12 u. 13.30 – 18 Uhr Do. 9 – 12 u. 13.00 – 15 Uhr Einwohner: 2.415 (31.12.2008) Bildung: Grundschule Ortsteile: Bertsdorf, Hörnitz Tourimus: Schloss „Althörnitz“ mit Park (Hotel), Obstbrennerei, Breiteberg mit Aussichtsturm und Querxenhöhle, barocke Wandpfeilerkirche in Bertsdorf, neugotische Backsteinkirche in Hörnitz, Umgebindehäuser mit beachtenswerten Details alter Volksbauweise (mit Sonnenmuster verschieferte Giebel, aufwendiger Blendrahmenschmuck an den Fenstern, Dächern mit „Ochsenaugen“ oder „Fledermausgauben“), Wildgehege Bertsdorf, Aussichtspunkt Koitsche, sandsteinerne Bogenbrücken mit innenartigen Brustwehrkronen, Schmalspurbahnhof Bertsdorf, Künstleratelier Schreiber, Sammlung kulturhistorisch bemerkenswerter Geräte der Haus- und Landwirtschaft, Sportplätze, Turnhallen in Bertsdorf und Hörnitz, Sportlerheim in Bertsdorf, Dorfgemeinschaftshaus „Strauß“ in Bertsdorf Veranstaltungen: Kirmes, Dorfsportfest 43